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Auerochsenherde

Wir fahren mit dem Auto durch eine für die Gegend um Wulfen herum typische Landschaft, die wegen ihrer fruchtbaren Schwarzerdeböden landwirtschaftlich fast schon "industriell" genutzt wird und biegen in einen holprigen Feldweg ein. Am Steuer sitzt Uwe Knöfler, der Geschäftsführer der Köthener Naturschutz und Landschaftspflege gGmbH. Es regnet stark und plötzlich tauchen neben uns im nebligen Dunst mehrere Kühe auf.

Kühe? Es sind weder die typischen schwarzweiß gefleckten Kühe und auch nicht die schottischen Hochlandrinder, sondern Tiere, wie sie beispielsweise auf den steinzeitlichen Höhlenmalereien von Lascaux oder Altamira vorkommen. Ich fühle mich um 17.000 Jahre zurückversetzt. Die meisten Tiere weisen eine mittel- bis dunkelbraune Farbe und helle Stirnlocken auf. Die Bullen sind meist schwarz und tragen einen hellen Aalstrich auf dem Rücken. Wir stehen Wildrindern gegenüber, die eigentlich im Jahr 1627 vom Menschen endgültig ausgerottet worden sind.

Jetzt kommt ein Hengst auf uns zu galoppiert, um sein Revier zu verteidigen. Hinter ihm stehen mehrere Stuten und ein Fohlen. Es sind Przewalski - Pferde, also echte Wildpferde. Eigentlich erwarte ich jetzt nur noch, dass aus dem nebligen Dunst eine Gruppe fellbekleideter Jäger mit Speeren in der Hand auftaucht, die vor unseren Augen eines der Tier erlegen, aber das wäre dann doch zuviel des Guten.

Przewalski-Pferd und Auerochse
Fotos: Beate Renner