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Bei Gips handelt es sich um ein Sulfatmineral des Calciums:
Calciumsulfat = CaSO4•2H2O
Eine Sonderform des Gipses ist das so genannte Marienglas. Es ist ein Gips von besonders hoher Reinheit. Die Kristalle lassen sich in dünne Scheiben spalten, die früher als Glasersatz für Marienbilder und Reliquienbehältern benutzt worden sind. Daher kommt auch der Name Marienglas.
Bei Alabaster handelt es sich um mikrokristallinen Gips, der vor allen Dingen zur Herstellung von Skulpturen genutzt wird.
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Marienglas (Rottleberode, Sachsen-Anhalt)
Fotos: G. Renner |
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Sachsenstein, Gipsaufschluss bei Bad Sachsa (Niedersachsen) |
Wichtige Gipsvorkommen sind in Mexiko, Algerien, Spanien, Italien und den USA zu finden.
In Deutschland kommt das Mineral unter anderem in Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt vor. In diesen Bundesländern befindet sich eine weltweit einzigartige Gipskarstlandschaft. Aufgrund einer besonderen geologischen Situation steht in diesem Gebiet Gipsgestein großräumig und oberflächennah an. Die Oberfläche des Gesteins wird ausgewaschen und langsam abgetragen. Dadurch entstehen die typischen Karstlandschaften. Im porösen Gestein versickert das Wasser und frisst Gänge und größere Hohlräume in den Boden, so dass sich Höhlen bilden. Wenn solche Hohlräume einstürzen, bilden sich muldenförmige Geländeabsenkungen. Man spricht dann von Dolinen.
Neben Gipskarstlandschaften gibt es auch
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